Das indische Grabmal

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Zufall, dass 1959, in meinem Geburtsjahr, der Fritz Lang-Film „Das indische Grabmal“ produziert wurde und er irgendwann in den Sechzigern gefolgt von Teil 2, „Der Tiger von Eschnapur“, zwischen Weihnachten und Neujahr zu familienfreundlicher Zeit im Fersehen lief. Über Jahre beflügelte diese fremdartige Welt meine kindliche Phantasie und sorgte für so manche nächtlichen Alpträume…
Heute, fast ein halbes Jahrhundert später, stehe ich nun vor dem Taj Mahal, der architektonischen Vorlage, deren Historie nicht nur Fritz Lang sondern auch Filmemacher vor ihm künstlerisch inspirierte.

Es stimmt, das Taj Mahal wirkt im ersten Moment kleiner als sein Abbild auf Postkarten, in Bildbänden und Geschichtsbüchern; aber es stimmt auch, dass der Anblick dieses ästhetischen Meisterwerkes den meisten Besuchern ein unbewusstes „Wow“ entlockt! Das gesamte Ensemble ist stimmig und schön, und die vielen buntbekleideten Besucher stören das Bild überhaupt nicht! Es mag albern sein, aber ich bin in diesem Moment dankbar und vielleicht sogar ein bisschen glücklich.

Das Rote Fort entschädigt uns für das gestrige Negativ-Erlebnis in der Festungsanlage in Delhi. Obwohl das Fort stürmische Zeiten erlebt hat, sind viele bildhauerische Details gut erhalten und der Kunstsinn der Moghulen-Herrscher ist wirklich beeindruckend. Die Bauarbeiten müssen Unsummen von Geld verschlungen haben… Das Gelände ist sehr weitläufig, und obwohl nur ein Teil davon öffentlich zugänglich ist, sind wir am Ende pflastermüde, verschwitzt und verklebt – und doch sehr zufrieden mit dem Tag!

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