Ich habe es geschafft! Ich habe wirklich meinen eigenen Blog. Natürlich weiß ich, dass das auf wahrscheinlich mehrere Millionen Menschen im www zutrifft, aber ich bin nicht mit Computern und Internet aufgewachsen, und ich habe nie die anfängliche Angst und Unsicherheit beim Arbeiten damit verloren. Obwohl ich über Jahre den Unterhalt für meine Familie am Computer sitzend verdient habe. (Hier müsste eigentlich eine Reminiszenz an meinen ersten EDV-Lehrer folgen, der mir und rund 15 anderen Familienvätern und Müttern – wieso gibt es eigentlich nur Familienväter?! – die ersten Schritte in die MS-DOS-Welt erleichterte…)

Dennoch – allein schon die SPRACHE, die man verstehen muss, wenn man einen Blog einrichten will, ist eine Herausforderung. Eine weitere die Struktur, der HTML-Code, der hinter der Maske steht, in die man seine Texte tippt, und der, falsch angewendet, dafür sorgt, dass ein Text, den man sich aus den Fingern gesaugt hat, beim Aktualisieren für immer verschwindet anstatt auf seine Freigabe, das Publizieren also, zu warten…. und dass einem frustriert das NoteBook (Soweit sind wir ja schon!) zuklappen lässt, mehrere Flüche nicht nur auf den Lippen…

Aber ich werde nicht aufgeben und weiterschreiben. Ich könnte es nicht, denn irgendwem muss ich über mein Leben hier erzählen. Und in Ermangelung an einen geduldigen Ehemann oder Freundinnen mit einem ständig offenen Ohr für mich schreibe ich an ihn und in ihm, meinen eigenen Blog also. Auch mit dem Wunsch, all jene, die wichtig sind in meinem Leben, sofern sie Lust  und Zeit verspüren, an meinem Abenteuer Indien teilhaben zu lassen. Denn darum wird es vor allem gehen auf diesen Seiten.

Meistens sitze ich dabei allein in unserem Schlaf-Schrägstrich-Arbeitszimmer, vollgestopft mit Laptops, Druckern, Hotspot für die so immens wichtige Internetverbindung hier. Zum Glück alles hinter meinen Rücken: Wenn ich durch die vergitterten Fenster links vor meinem Schreibtisch auf die Loggia nach draußen schaue, durch das  Fliegengitter hindurch, dann sehe ich viel Grün – Palmen im Vordergrund, farnartige Baumkronen, dazwischen das graue Dach eines unfertigen Hauses und dahinter gelegentlich der Vorstadtzug mit mehr oder weniger Menschen an den offenen Türen und Fenstern…

Vielleicht gelingt es mir auch noch ein bisschen aus der Vergangenheit aufzuarbeiten, den letzten Jahren in Singapur und Saudi-Arabien, die so voll Erleben waren, dass noch nicht einmal Zeit blieb, die vielen Bilder anzuschauen, die in dieser Zeit entstanden sind. Zunächst aber geht es hier um Chennai – oder Madras, wie die Stadt bis zu ihrer Umbenennung hieß, weshalb ich meinen Blog Madrasanne genannt habe.
Anne(tte) Leucke aus Jena, zur Zeit Chennai/India

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  1. meine liebe anne, toll, toll, toll, ich bin sehr glücklich, dich auf diese weise wenigstens mal wieder zu sehen und von dir zu hören (neben dem mailen). Freue mich selbstverständlich auch schon auf den jenaer weihnachtsmarkt mit dir.!!!!!
    auch deinem aufruf bin ich bis jetzt 3x gefolgt , weitere 3×3 von mir werden folgen, und die weiterempfehlungen auch von heike werden hoffentlich helfen, es wird spannend für die krea.
    wie war es in Kerala? wir waren 1997 auch dort, haben auf den backwaters eine fahrt gemacht und eine tanzvorführung erlebt und meine ersten delphine gesehen.
    ach anne, du machst es richtig, die zeit dort so zu nutzten, neugier zu land und leuten zu befriedigen.
    der buddhismus ist sicher auch nicht uninteressant.
    ein ander mal mehr, gehe dann wieder zur vorlesung mit frau dr. dietrich, weißt schon, diesmal zu giftpflanzen, glaube ich.
    sei vorsichtig und bleib gesund und euch beiden viele herzliche grüsse aus jena/schloeben
    deine evi

  2. Anne, ich gratuliere! Das hast du gut gemacht und es ist der Muehe wirklich wert! Sowas wuerde mir fuer mich selbst auch gut gefallen… Sollte ich es mal anfangen, uesste ich ueberlegen, in welcher Sprache ich schreiben soll – auf Deutsch oder auf Russisch…. 😉

  3. Hallo Anne,

    wie schoen mal wieder von dir zu hoeren! Ein interessanter Blog, toll! Wie immer erwischen mich deine news im Urlaub, diesmal machen wir Familienurlaub in Sri Lanka, wir sind also nicht allzu weit weg (jedenfalls km-maessig)

    Was machst du in Indien? Wie lange? Ist dein Mann beruflich dort?

    Meine Bewunderung, dass du so schnell an einem neuen Ort die Energie aufbringst und dich ins „bloggen“ einarbeitest! Ich schaff das nicht. Mein Alltag ist durch meine Arbeit in der Jugendwerkstatt ziemlich kanalisiert und ich kann mich gedanklich nicht wirklich freimachen und etwas Neues beginnen. (Noch nicht!)
    Ich hab mich vor einigen Wochen aufgerafft unsere 4 Jahre alten Fotos von unserer Rueckreise aus Singapur zu archivieren und ein Album anzulegen, vielleicht schaff ich das bis Weihnachten.

    Ganz liebe Grusse
    Jutta

    • Hallo Jutta, danke für deinen Kommentar! Das ist ja lustig, dass du gerade „ganz in der Nähe“ warst, denn tatsächlich sind wir ja nur einen Sprung übers Meer voneinander entfernt. Du hast richtig getippt, Ecki ist seit März abwechselnd in Chennai und Braunschweig gewesen und seit Juni ist er ständig hier. Ich bin ihm Anfang September gefolgt. Siemens ist beim Bau der Metro in Chennai involviert. Ecki ist für die Signaltechnik verantwortlich. Bis diese installiert wird, dauert es zwar noch ein paar Jahre, aber die Zuarbeiten für die anderen Gewerke müssen kommen. Eigentlich soll die Metro in vier Jahren fahren, aber ich fürchte, dass sich das ganze Projekt länger hinziehen wird. Wie lange wir hier bleiben werden, wissen wir noch nicht. Zunächst hat Ecki einen Zweijahresvertrag unterschrieben.
      Ärgere dich nicht! Mir geht es mit meinen Fotos und Erinnerungen der letzten 10 Jahre ganz genau wie dir! Wir haben einfach zuviel Arbeit oder andere Dinge um die Ohren. Ich bin auch so ein Typ, der sich immer wieder Beschäftigung sucht… Hauptsache, die Fotos gehen nicht verloren. In der digitalen Welt ist das so eine Sache…
      Ganz liebe Grüße erst einmal – nach Sri Lanka oder schon wieder nach Deutschland?! –
      von Anne
      PS.: Wo ist dein Mann jetzt? Was machen die Mädels? – Hans kommt in ein paar Wochen mit einem Freund nach Indien. Sie wollen für ihr Studium eine Doku über Indien drehen…. Finde ich eine super Idee!

  4. Hallo Anne,

    zu allererst meinen herzlichen Dank an Dich für diesen Blog – mit der damit verbundenen Hoffnung, dass du ihn weiterhin mit Leben und Abenteuern füllst!
    Auch wünsche ich Dir, dass es nicht nur ein Versuch bleibt, Indien zu verstehen und zu leben 😉
    Und ich denke, dass dies das weitaus schwierigere Unterfangen ist, als einen roten Faden im Blog aufrecht zu erhalten 😀

    LG
    Bernie

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