Zum Navaratri-Festival besuchen viele Hindu-Gläubige den Kapalishvara-Tempel im Stadtteil Mylapore. Erstmals wurde der Tempel im 7. Jahrhundert erwähnt, das jetztige Bauwerk stammt aus dem 16. Jahrhundert. Nicht so die Leuchtreklame an dem 40 m hohen Gopura (Leuchtturm). Immer wieder tauchen Darstellungen eines Pfaus auf, der Shivas Gefährtin Parvati verkörpert.

Beim barfüßigen Rundgang  im Tempelhof schauten wir den Menschen bei der Ausübung ihrer Rituale zu und staunten über die Selbstverständlichkeit und Würde, mit der die Gläubigen sich dabei bewegten. Und uns wurde mal wieder klar, wie wenig wir von dieser Kultur/Religion wissen. Wir wunderten uns über die lange Schlange von (nur) Frauen, die sich vor einer Götterfigur ( oder Göttin) angesammelt hatte, um gemeinsam mit dem Priester die Puja – eine in festen Ritualen ablaufendes Opfer- und Verehrungszeremonie – zu vollziehen. Wir standen eine ganze Weile dort, um herauszufinden, was genau passierte, und es erschien uns so, als ob sich die Schlange überhaupt nicht bewegte. Ganz offensichtlich ließ sich der Priester, der immer wieder von Helfern abgeschirmt wurde, kein bisschen aus der Ruhe bringen. Das wiederum wunderte uns gar nicht. Er wäre kein Inder, würde er auch nur eine Handbewegung beschleunigen angesichts einer wartenden Menge…

 

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